#173 Tintin liest…

… Mehr Finnen? Mehr Finnen! von Eberhard A.pffelstaedt.

Und es tut mir wahnsinnig leid, aber auch wenn es ein Buch über Finnen in Finnland ist, und auch wenn es ab und mal (wirklich wirklich selten) eine witzige bzw. amüsante und mir doch bekannte Stelle darin vorkam (wobei ich eben auch zugeben muss, dass ich erst ein Jahr in Finnland lebe), es hat mir nicht gefallen.
Der Herr A.pffelstaedt ist mit einer Finnin verheiratet. Trotz dieser Tatsache, dass er alle seine Freunde, sei es nun der Finne Matti oder der Bayer Sepp etc., namentlich erwähnt, kommt bei mir kein außerordentliches Nächstenliebegefühl auf. Desweiteren finde ich es sehr seltsam, dass man in jedem Abschnitt mit „Liebe Leserinnen und Leser“ oder ähnlichem angesprochen wird, jedes finnische Wort gleich im Kontext zu erklären, zwar gut ist (obowhl es meines Erachtens einen guten Lesefluss erheblich beeinflusst), aber dann erneut nach jedem Kapitel das bereits Erklärte noch einmal als Vokabelliste zusammenzufassen, finde ich als überflüssig. D.h. fünfzehn Kapitel, fünfzehn Vokabellisten und am Ende erneut ein Vokabelverzeichnis (Finnisch – Deutsch und Deutsch – Finnisch). Also.. entweder oder. Da ist mir alles zu viel und überflüssig, hätte man sich sparen können. Was mich außerdem ein wenig störte, war das sich wiederholende Erwähnen, wie lustig er doch alles meint und dass seine Anektoden (wie bereits im Klappentext erwähnt wird) schelmisch und augenzwinkernd angesehen werden sollten. Alles kein Problem – ich mag Ironie und Zynismus! Doch.. um ehrlich zu sein, zu erwähnen, dass man das ganze nicht ernst meint, hat mich mehrmals gestört. Auch, dass nach jedem der Kapitel noch mal ein Unterkapitel mit dem Titel „2. und einige (manchmal nicht ganz ernst gemeinte) Tipps angehangen war, verstehe ich grundsätzlich nicht. Meistens wurde eben das Thema aus dem Kapitel wieder aufgegriffen und mit einer erneuten Anekdote geschmückt oder eben Sachen, die man eigentlich, wenn man zwischen den Zeilen lesen kann, einfach noch mal wiederholt.
Ansonsten bekommt man allgemein einen Eindruck von Finnland, von der Natur (wie er mehrmals (!) erwähnt, kann er diese nicht näher beschreiben, dass muss man selbst gesehen haben), welche Gebiete mal gesehen haben sollte (was ich wiederum sehr gut finde, nicht alles ist schlecht xD), wie manche Finnen und finnische Gemeinschaften ticken (wobei ich da andere Erfahrungen gemacht habe und manches echt als nicht glaubwürdig aufgefasst habe – ich kenne wahrscheinlich die falschen und v.a. nicht genug Finnen ;) – bzw. man kann eben doch nicht alle Finnen über einen Tisch ziehen). Aber wie gesagt, man soll es ja mit einem Augenzwinkern ansehen.. nur, um es NOCHMAL zu erwähnen ;).

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