#382 Lutakko Living Lab

Wie vielleicht der ein oder andere weiß, studiere ich International Business hier in Jyväskylä. Ein internationaler Studiengang, bei dem einen neben dem normalen Studienalltag auch eine Menge andere Sachen angeboten werden: nicht nur die Studentenunion (und Suborganisationen), auch das sogenannte Living Lab wird einem näher gebracht. Doch was ist das Living Lab?
Jväskylä ist in Finnland als Studentenstadt bekannt, jeder dritte, der euch hier über den Weg läuft, ist Schüler oder Student und auch das nationale „Ausbildungs-Forschungsinstitut“ befindet sich in Jyväskylä.

Und so gibt es in Jyväskylä auch ein „Lutakko Living Lab“ (Lutakko ist ein Stadtviertel), welches sich auf „Service Innovation & Design und ICT (Informations- und Kommunikationstechnologie)“ im öffentlichen Bereich, Tourismus, Lebensqualität und Business spezialisiert. Das ganze basiert auf dem Prinzip „geben und nehmen“ – Erfahrungen und Lernprozesse werden in das reale Leben eingebaut. D.h. nun das Studenten sich aktiv als Benutzer und teilweise sogar Endkonsument an die verschiedensten Projekte beteiligen, organisieren, recherchieren etc.

So werde ich mich bisher an drei Projekte beteiligen (wobei ich eventuell eines fallen lassen werde, was absolut kein Problem ist – ich habe nur die Befürchtung, dass das Ganze zu viel wird):

  • Living Lab St. Petersburg
  • Mobile Learning (als Endbenutzer)
  • Lebensqualität (sobald dieses Projekt anläuft, werde ich mehr dazu schreiben!)

St. Petersburg wird nun das erste Projekt dieses Herbstsemester sein und nicht nur, dass ich gleich mal als „Mädchen für alles“ engagiert worden bin (ich habe keine Ahnung, warum – vielleicht weil ich mich so nett mit dem Projektleiter unterhalten habe und Dinge in die Hand genommen habe und nicht erst rumgeschwafelt habe?!). Nun ja, wie dem auch sei – letztendlich werde ich aber die komplette nächste Woche mehr oder weniger internetlos in St. Petersburg (genauer gesagt in dem Stadtviertel „Fruzensky“) sein und damit ihr wisst, was ich dort so mache, hier ein kleiner Überblick, welche Punkte wir untersuchen und beobachten werden:

  • Einzelhandel – wer sind die Stakeholder in diesem Viertel, d.h. wer ist Verkäufer, Besitzer, Konsument etc.
  • Infrastruktur – öffentliche und privater Transport, Parkflächen, Straßen, Fahrradwege etc.
  • Kommunikationsentwicklung – wie kommunizieren die Bewohner dieses Viertels miteinander, gibt es lokale Zeitschriften, Magazine etc.
  • Wohnsituation

Mehr oder weniger werden wir uns also tagsüber auf den Straßen von Fruzensky befinden (und hoffen, dass wir nicht von Polizisten angesprochen werden… ähäm). Das Gute ist, dass wir das Ganze natürlich nicht allein bestreiten – allein in unserer Gruppe sind vier Russen, die direkt aus St. Petersburg kommen und dazu kommen noch russische Studenten, die uns begleiten und unterstützen werden. Wir werden also sehen – Schlüssel und Kreditkarten bleiben auf jeden Fall zu Hause ;). Der Finne ist schon ein wenig besorgt, doch ehrlich gesagt fühle ich mich sicher – unsere Unterkunft, ein Hostel, wird sich in einem anderen Viertel befinden als Fruzensky (was wohl für seine erhöhte Kriminalität bekannt sein soll – aber ich glaube, das ist in ganz St. Petersburg ein Problem).

So viel also dazu, ich weiß nicht, ob man sich darunter direkt etwas vorstellen kann – der Sinn der Sache ist, dass man sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzt, untersucht, Lösungen findet, diese der anderen Partei vorschlägt und hofft, dass ganze Projekt nicht den Bach runtergeht und es in Zukunft eben doch Änderungen und v.a. Verbesserungen gibt. Es geht um Experimentieren und Kooperieren und letztendlich bekommen wir dafür auch Credits für unser Studium :).

[Bild/ picture: Soul kitchen jr. Hostel]

Already next week I am going to be in St. Petersburg as a part of the Living Lab Project starting there. A Living Lab in general is about experimentation and co-creation with real users in real life environments, where users together with researchers, firms and public try to find solutions for a certain kind of project. Since there is luckily also an English Wikipedia page about this topic, please read for more information form there: *click*.
But anyway, I am going to be together with a group of students (four of them are actually directly from St. Petersburg) of my university and students from the city itself researching the following topics in the district of Fruzensky:

  • retail trade in the district
  • transport infrastructure
  • communication development
  • living quarters in the district

As students in Living Lab projects/ environments we represent the learners, researchers, innovators and entrepreneurs – we are trying to make a difference, hoping that the whole project will continue in the future. So, let´s see how this is going to work – I am excited since I have never been to Russia before, but also glad we are going to have native speakers with us, which will support the whole project. Unfortunately I am not going to have any internet connection, which means that nothing much is going to happen here on the blog – I will try to post at least once from there. So, let´s see! One week to go and then we are already on our way! :)

Weitere Informationen (in Englisch und Finnisch) // Further information (in English and Finnish):

http://www.jamk.fi/english/research/projectreferences/lutakkolivinglab

http://www.ilutakko.fi

http://blogit.jamk.fi/lutakkolivinglab/

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